Aktueller Projektstatus:

Das 2007 eingeleitete Planfeststellungsverfahren wird nach Angaben von Hessen Mobil und der Presse mit ergebnisoffenen Prüfungen verschiedener Straßenvarianten und Ortslagen neu aufgerollt. Das Projekt einer Ortsumgehung bleibt allerdings bestehen.

Aufgrund neuer EU-Planungsrichtlinien, in denen Artenschutzgesetze und der Klimawandel mehr als in der Vergangenheit zu berücksichtigen sind, ist diese Maßnahme erforderlich, da die bestehende Planung der Südumgehung wichtige, darin enthaltene  Auflagen, nicht erfüllt. 

Als nächster Schritt ist die Ausarbeitung einer neuen Vorzugsvariante vorgesehen, die in ca. zwei Jahren abgeschlossen sein soll.

Planungszustand bei Hessen Mobil: Vorplanung / Variantenuntersuchung

Projekt-HE-ID: 01013

Zuletzt aktualisierter Stand: März 2020

Rückblick:

Auszug aus einer Veröffentlichung der Stadtverwaltung Mörfelden-Walldorf vom 17.08.2017:

Im Jahr 2007 ging der damalige Planungsstand in die erste Offenlage. Aufgrund vieler Einwendungen nach dieser Offenlage wurde die Planung überarbeitet. Hierzu gehören u. a. die Vernässungsgefahr in den Wohngebieten von Mörfelden-Süd. 2011 erfolgte eine zweite Offenlage mit veränderter Planung. Aufgrund der Thematik Hochwasserschutz wurde die bereits überarbeitete Planung nach 2011 erneut verändert. Die dritte Offenlage für diesen neuen Planungsstand sollte im Jahr 2013 erfolgen. Durch die Planungsänderungen und damit einhergehenden Verzögerungen sind die ursprünglich zu Grunde liegenden Verkehrsdaten zwischenzeitlich veraltet. Seit 2014 verweist Hessen Mobil darauf, dass die Weiterbearbeitung der Südumgehung erst möglich ist, wenn die Verkehrsdaten fortgeschrieben wurden.

Auszüge aus den Veröffentlichungen des Regierungspräsidiums Darmstadt:

Bei dem laufenden Planfeststellungsverfahren "Ortsumfahrung Mörfelden" (Südumgehung) sind die wie folgt genannten Aktivitäten derzeitig in Bearbeitung: 

Auszüge aus den öffentlichen Bekanntmachungen des RP-Darmstadt:

Für das im Betreff bezeichnete Vorhaben wird derzeit auf Veranlassung des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt das planfeststellungsrechtliche Anhörungsverfahren nach § 17a Bundesfernstraßengesetz i.V.m. § 73 Hessisches Verwaltungsverfahrensgesetz durchgeführt. Im Laufe dieses Verfahrens ergab sich die Notwendigkeit, den Plan zu überarbeiten und zu ergänzen. Da der geänderte Plan auch Informationen enthält, die für die Entscheidung über die Zulässigkeit des Vorhabens von Bedeutung sein können, sind die entsprechenden Planbestandteile der Öffentlichkeit gemäß § 9 Abs. 1b Satz 2 UVPG i.V.m. § 10 HUIG zugänglich zu machen. 

Begründung der Notwendigkeit zur Durchführung eines Planänderungsverfahrens entsprechend § 73 Abs. 8 Hessisches Verwaltungsverfahrensgesetz:

1. Das Entwässerungskonzept des Unterführungsbauwerkes zur Beseitigung des schienengleichen Bahnüberganges der DB-Strecke Frankfurt-Mannheim im Zuge der Bundesstraße 44 sah vor, das anfallende Straßenoberflächenwasser über eine Pumpstation anzuheben und über eine Freispiegelleitung dem nördlich des Trogbauwerkes angeordneten Regenrückhaltebecken zuzuführen. Der Abfluss des RRB sollte über eine neue Ablaufleitung westlich des Schwimmbadweges erfolgen, die auf die bestehende Ablaufleitung von der Kläranlage zum Geräthsbach trifft.

Nach Aussage der Stadtwerke Mörfelden-Walldorf könnten sich Probleme ergeben, da nur bei Trockenwetterabfluss begrenzte hydraulische Kapazitäten in dem Ablaufkanal von der Kläranlage bestehen und weiterhin die Notüberlaufwassermenge nicht in diesen Kanal eingeleitet werden kann, da in einem solchen Fall auch die Ablaufmenge der Kläranlage ihr Maximum erreicht und dieser keine Kapazitäten mehr hat.

Das nunmehr vorgesehene Konzept sieht vor, das gesammelte Oberflächenwasser über eine Pumpstation einem südlich der Trasse/östlich der Bahnstrecke anzuordnenden Sickerbecken mit vorgeschalteten Absetzbecken zuzuführen.

Dies hat zur Folge, dass die auf der nunmehr durch das Versickerungsbecken überplanten Fläche ursprünglich vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen an anderer Stelle anzuordnen sind.

2. Durch verschiedene Anwohner im Bereich der vorgesehenen Hegbachverlegung wurde befürchtet, dass durch das Heranrücken an die Bebauung die Hochwassergefahr steigt und die Keller überflutet werden könnten.

Die Neuplanung sieht nun eine Verlegung etwa ab der Ottostraße auf eine Länge von ca. 120 m südlich der Neubaustrecke vor. Hierdurch verschiebt sich die Lage des Regenrückhaltebeckens (RRB 1), so dass auch hier eine Änderung der landschaftspflegerischen Maßnahmenplanung erforderlich war.

3. Aufgrund der zu geringen Flurabstände zwischen der Sohle der Versickerungsmulden und dem Grundwasserspiegel (die Mächtigkeit der ungesättigten Bodenzone zwischen der Sohle der Versickerungsanlage und dem Grundwasserspiegel sollte bezogen auf den mittleren höchsten Grundwasserstand mindestens 1 m betragen) im Bereich ab der Überführung des Wurzelbaches bis zum Bauende an der B 486 alt, musste die Gradiente bis zu 1,40 m angehoben werden. Hieraus resultiert eine geringfügiger Mehrverbrauch an Grundflächen für den Straßenbau und eine teilweise Reduzierung der Ausgleichsflächen, die an anderer Stelle kompensiert werden müssen.

Nach Abschluss der oben genannten Aktivitäten (Überarbeitung der Planungsunterlagen) erfolgt eine Offenlegung des aktuellen Planung. Ein Termin für die angekündigte Offenlegung der wurde noch nicht festgelegt.