Thesen der Projektbefürworter, die als Begründung für die geplante Südumgehung genannt werden:

Eine Mehrheit im Stadtparlament von Mörfelden-Walldorf fordert den Bau der geplanten "Südumgehung- Mörfelden" um eine Verkehrsentlastung im Stadtgebietes herbeizuführen.

Begründet wurde diese Entscheidung mit den folgenden, widerlegbaren, Behauptungen:

  • Nur durch die geplante Südumgehung Mörfelden sei eine Verkehrsentlastung in Mörfelden erreichbar.
  • Basierend auf der zuvor genannten Aussage könne auf die Realisierung dieses Projektes nicht verzichtet werden.
  • Die mit dem Südumgehungs-Projekt verbundenen, schädlichen, Auswirkungen und zusätzlichen Belastungen für die Bürger am südlichen Stadtrand seien als "annehmbar" zu bewerten.

Zu der oben genannten Aussagen ist Folgendes anzumerken:

Auch wenn die oben genannten, widerlegbaren, Behauptungen von den Projektbefürwortern in unseren kommunalpolitischen  Gremien seit Jahren öffentlich vertreten werden, sind sie mit der Realität unvereinbar!

Fakt ist, dass die geplante Südumgehung negative Folgen in unverantwortbarem Umfang verursachen würde und existierende, besser realisierbare und umweltfreundlichere, Alternativlösungen von den Projektbefürwortern in unseren kommunalen Einrichtungen beharrlich ignoriert oder totgeschwiegen werden!

Unser Kommentar hierzu: Irren ist zwar menschlich, aber auf Irrtümern und "Halbwissen" basierende Handlungen sind nicht akzeptabel, da sie in vielen Fällen große und irreparable Schäden zur Folge haben!

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Der im obigen Bild enthaltene Text scheint die Einstellung vieler SU-Befürworter wiederzugeben.

Die in mehreren kommunalpolitischen Gremien und in der Öffentlichkeit verbreitete Annahme, mit der Südumgehung wäre eine dauerhaft wirksame und umweltverträgliche Verkehrsentlastung des Stadtgebietes erreichbar, basiert auf einem verhängnisvollen Irrtum! 

Realistisch betrachtet ist dieses Projekt das Ergebnis einer kurzsichtigen, einfallslosen und die negativen Folgen dieses Projektes ignorierenden, Bürokratie!

Tatsache ist, dass die geplante Südumgehung nur eine unter mehreren Lösungen darstellt, um eine anteilige Entlastung von dem vorhandenen Durchgangsverkehr zu erreichen.

Fakt ist auch, dass dieses geplante Verkehrsobjekt mit mehr negativen als nützlichen Auswirkungen behaftet ist. 

Die Alternativlösung "Nordumfahrung" mit einer ausbaugebauten Strecke über die Industriestraße, die Wageninger-Straße und einen ausgebauten Schwimmbadweg weist im Vergleich zur Südumgehung bei einer gleichwertigen Verkehrsentlastung folgende Vorteile auf:

> Niedrigere Herstellungskosten,

> kürzere Bauphase, 

> erheblich geringere Schädigungen der Natur und Umwelt,

> Erhalt wertvoller Naherholungsgebiete.

Durch einseitige und verzerrte Darstellungen der Sachlage seitens der Projektbefürworter ist der falsche Eindruck entstanden, eine Verkehrsentlastung sei ausschließlich mit der Südumgehung möglich. Fakt ist aber, dass mit der so genannten "Nordumfahrung", verbunden mit einem Ausbau des Schwimmbadweges, eine gleichwertige, schneller realisierbare und die Umwelt weniger belastende Verkehrsentlastung des Stadtkernes erreichbar wäre. Da die Nordumfahrung im Vergleich zur Südumgehung aufgrund der Tatsachen, dass diese weniger Planungsaufwand und eine kürzere Bauzeit beansprucht, früher als die Südumgehung realisiert werden könnte, würde dies auch zu einer früheren Entlastung der unter dem Durchgangsverkehr leidenden Bürger führen. Durch die kürzere Trassenführung der Nordumgehung im Vergleich zur Südumgehung und der Umfahrung des beschrankten Bahnüberganges an der Nikolauspforte ist  eine hochgradige Entlastung der Gerauer-Straße erreichbar. Nötig wäre hierbei ein für Fußgänger abgesicherter Zugang (Fußgängerbrücke oder Unterführung) zwischen Parkplatz westlich des Schwimmbadweges und dem Eingang des Waldschwimmbades. Im Vergleich zu dem bei der Südumgehung notwendigen Trogbauwerkes an der Nikolauspforte kostengünstiger und leichter realisierbar.

Laut Aussagen der SU-Befürworter basiert die Entscheidung gegen die Nordumfahrung auf ungeklärten Fragen bezüglich Zugänge am Waldschwimmbad und der Notwendigkeit, die dortigen Parkflächen zu erweitern. Des Weiteren wird behauptet, die Südumgehung hätte eine höhere Entlastungswirkung als die Nordumfahrung.  Diese Behauptungen sind aber unter Verkehrsexperten umstritten! Hinsichtlich Entlastung in der Ost-West-Verbindung (Rüsselsheimer- Straße,  Westendstraße und Langener- Straße) existieren Bewertungen, die der Nordumfahrung bessere Werte zuordnen, als der Südumgehung. Die Entlastung der Gerauer-Straße ist mit einem Ausbau des Schwimmbadweges aufgrund einer kürzeren Nord-Süd-Strecke effektiver als mit der Südumgehung. Hierbei wäre ein abgesicherter Zugang (Brücke oder Unterführung für Fußgänger) zum Eingang des Waldschwimmbades erforderlich, der aber auch im heutigen Zustand aus Sicherheitsgründen für Kinder und Minderjährige geboten wäre.

Während einer Bürgerversammlung am 12.04.2007 zum Thema Südumgehung im Bürgerhaus Mörfelden, wurden bei einer Präsentation von Vertretern der Stadt Informationen zum Thema "Nordumfahrung mit Umgehung der Thälmannstraße" veröffentlicht,  die folgenden Text beinhalteten (Zitat):

"Die Flächeninanspruchnahme des Bannwaldes stellt aus Umweltsicht einen gravierenden und nicht ausgleichbaren Eingriff dar."

Die zuvor genannte Aussage steht im Widerspruch zu den Ergebnissen von veröffentlichten Untersuchungen, die nachweisen, dass die Flächeninanspruchnahme der Südumgehung um ein vielfaches größer und von der ökologischen Qualität wertvoller wäre als das betroffene Bannwaldgebiet für der Nordumfahrung!

Bei Gesprächen mit Bürgern, die sich an einer Unterschriftenaktion "pro Südumgehung" beteiligt haben stellten wir fest, dass viele Personen ungenügend über die Folgen dieses Projektes informiert waren und sie die Südumgehung als einzige Möglichkeit für eine Verkehrsentlastung gesehen haben. Die kommunalpolitischen Projektbefürworter unter der Leitung von Bürgermeister Becker und zuvor sein Amtsvorgänger Brehl konnten keine nachvollziehbare Erklärung präsentieren, weshalb die kostengünstigere und die Umwelt weniger belastende Nordumfahrung in Verbindung mit Ausbau des Schwimmbadweges angeblich mit größeren Problemen behaftet sein soll, als die Südumgehung, deren Trasse durch Trinkwasserschutzgebiete führt und mit der Rodung von sechs Hektar ökologisch wertvollem Mischwald verbunden wäre. 

Ohne fundierte Begründung wird die alternative Nordumfahrung von den SU-Befürwortern in unserer Kommunalpolitik tabuisiert und als "kontraproduktiv" abstempelt.