Hinweise an die Bürger von Mörfelden-Walldorf:

Für die Bürger von Mörfelden, die unter dem B486- und B44- Durchgangsverkehr leiden, sind von unseren Kommunalpolitikern Lösungen gefordert, die schnellstmöglich und umweltschonend umgesetzt werden können, ohne anderen Bürgern unserer Stadt zusätzliche Belastungen aufbürden. 

Diese  Forderungen kann die geplante Südumgehung, wie seit Jahren erkennbar ist,  nicht erfüllen!

Bei Auswertung aller vorliegenden Fakten und Einbeziehung der negativen Auswirkungen der "Ortsumfahrung Mörfelden" (Südumgehung) auf unseren Lebensraum und das Umland, kommt man zu der Erkenntnis, dass die Realisierung der Südumgehung Mörfelden ein verhängnisvoller und unkorrigierbarer Fehler wäre!  

Mit zunehmendem Umfang an Erkenntnissen während des Planfeststellungsverfahrens wurden Verstöße gegen ökologische und geohydraulische  Auflagen in der bestehenden Planung festgestellt. Viele veröffentlichten Prognosen, die als Begründung für das Südumgehungsprojekt angeführt wurden und noch werden,  müssen aufgrund dieser Erkenntnisse als realitätsfern bezeichnet werden.

Auch eine Gegenüberstellung von Nutzen und schädlichen Folgen dieses Projektes liefert ein hochgradig negatives Verhältnis für das geplante Südumgehungsprojekt.

Unterstützt wird unsere, das Projekt "Südumgehung Mörfelden" ablehnende, Haltung, von vielen Privatpersonen und Gewerbebetrieben, die Einwände gegen dieses Projekt erhoben haben, oder sich an Unterschriftsaktionen gegen dieses Projekt beteiligten, wie auch von den wie folgt genannten Parteien und Organisationen:

  • Bündnis 90/DIE GRÜNEN Mörfelden-Walldorf
  • Bund für Umwelt und Naturschutz "BUND"
  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald"
  • Naturschutzbund "NABU" Hessen
  • Deutsche Gebirgs- und Wandervereine Hessen e. V.

Für die an dem Durchgangsstraßenverkehr leidenden Bürger ist es wichtig zu erfahren, dass dieses Projekt  auch im Fall einer Genehmigung der Südumgehung im Planfeststellungsverfahren, aufgrund der Haushaltslage des Bundes erst nach Jahrzehnten realisiert werden könnte, da vor Baubeginn erst die hierfür benötigten finanziellen Mittel von den Bundesbehörden bereitgestellt werden müssen. Die Zuteilung dieser finanziellen Mittel erfolgt in einem bundesweiten Auswahlverfahren unter vielen anderen Verkehrsprojekten. Hierbei  wird nach Kriterien wie Dringlichkeit, Kosten-/Nutzungsverhältnis, Verträglichkeit mit Umwelt- und Artenschutz,  Herstellungskosten, sowie auch nach Akzeptanz einer großen Mehrheit der betroffenen Bürger entschieden. Neubauprojekten werden generell niedrigere Prioritäten zugeordnet als Instandhaltungsmaßnahmen von bereits bestehenden Verkehrsobjekten. Projekte mit geringem Kostenaufwand haben hierbei bessere Chancen für eine Zuteilung als kostenintensive Neubauprojekte, zu denen man auch die Südumgehung Mörfelden rechnen muss. Auch die Tatsache, dass Alternativlösungen existieren und das Projekt bei vielen Bürgern  auf Ablehnung stößt, wirkt sich negativ auf eine mögliche Zustimmung aus. Die Nordumfahrung, die um mehr als 20 Millionen Euro kostengünstiger ist als die Südumgehung, hätte demnach bessere Chancen auf eine baldige finanzielle Förderung und Realisierung.   

Das Ergebnis der Kommunalwahl 2011, die in einer Zeit stattfand, als häufig über das Thema Südumgehung in den Medien berichtet wurde, wies einen deutlichen Stimmenzugewinnen für die Fraktion B´90 DIE GRÜNEN auf. Dies drückt die Meinung vieler Bürger aus und kann als Ohrfeige für die Südumgehungsbefürworter in den politischen Gremien der Stadt und gegen den amtierenden Bürgermeister verstanden werden, denn vor der Wahl hat sich die Fraktion "B´90/DIE GRÜNEN" deutlich gegen die Südumgehung ausgesprochen und viele Stimmen im Vergleich zu vorangegangenen Wahlen dazugewonnen. Dieses Wahlergebnis war folgerichtig ein eindeutiges Votum vieler Bürger gegen das Südumgehungsprojekt.  Einzelne Wahlbezirke im Stadtteil Mörfelden wiesen  Ergebnisse mit einen  Stimmenanteil von über  41 % für die GRÜNEN aus. Die FDP-Fraktion, die mit dem Slogan "Nur die Südumgehung bringt Entlastung" auf Plakaten geworben hat, verfehlte damals (ohne spürbar nachteilige Auswirkungen auf die Kommunalpolitik) den Einzug ins Stadtparlament.